Fachbeiträge

Am 3.10.2019 wurde im Raiffeisensaal Klosterneuburg ein PINK RIBBON FRÜSTÜCK organisiert.

Dr. Monika Gadners Vortrag bei Pink Ribbon

 Viele freiwillige Helfer, engagierte Fachleute und Betroffene setzten so gemeinsam ein Zeichen für Frauen mit Brustkrebs und für die Brustkebsvorsorge in Österreich.

Es konnten 2.561,- Euro an Spenden für die österreichische Krebshilfe gesammelt werden.

Ich habe im Rahmen der Veranstaltung einen Fachvortrag über Risikofaktoren für Brustkrebs gehalten. Es wurden die Themen Ernährung und Krebs, Alkohol und Krebs, Rauchen und Krebs sowie Hormone und Krebs behandelt. Insbesonderen habe ich neue Ergebnisse einer aktuellen Metastudie der Fachzeitschrift „The Lancet“ zu Hormonersatztherapie und der Entstehung von Brustkrebs bearbeitet. Interessante Fachbeiträche kamen auch vom Röntgeninstitut Radiologie Klosterneuburg durch Dr. Lung, dem onkologischen Internisten Dr. Swoboda aus dem Landesklinikum Klosterneuburg sowie dem Team des Brustgesundheitszentrums St. Josef in Wien, allen voran Dr.Schmidbauer, dem chirurgischen Brustspezialisten.

Dr. Monika Gadners Die Frauenärztin in Klosterneuburg beim Vortrag von Pink Ribbon

Es war eine informative, sehr persönlich motivierte und engagierte Veranstaltung. Gratulation den Veranstaltern und der Stadt Klosterneuburg.

Ende September 2019 gab es eine sehr interessante interdisziplinäre Fortbildung zum Thema Vulvaerkrankungen in Graz.
Ich habe täglich und oft mit Beschwerden im Bereich des äußeren Genitales in der Ordination zu tun. Viele Frauen leiden unter wiederkehrendem Brennen der großen und kleinen Labien, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie Juckreiz und Hautausschlägen vom Venushügel bis zum Anus (Anogenitalregion). Oft werden die Symptome bereits von Haus aus als Pilzinfektion eingeordnet und auch lange in Eigenregie therapiert.Tatsächlich stecken nicht selten andere Erkrankungen wie Lichen sclerosus, Lichen ruber, Lichen planus, anogenitale Neuroderrmitis und Proriasis genitalis oder unspezifische Entzündungen (Vulvitis) dahinter. Die Diagnose wird manchmal auch nur mit einer Biopsie gesichert, die ich in der Ordination oder gegebenenfalls auch unter Narkose im Krankenhaus durchführen kann.

Die feingewebliche Aufarbeitung wird im Labor Ulm von auf Hauterkrankungen spezialisierten Pathologen Dr. Babak Monshi-Itzlinger und Prof. Dr. Johann Feichtinger, die ich beide bereits in der Rudolfstifung Wien kennengelernt habe, durchgeführt.

Wichtig ist, dass jeder länger bestehende Vulva Juckreiz und jedes Vulva Brennen abgeklärt werden soll, denn NICHT ALLES, WAS JUCKT IST EIN PILZ.

Ich habe am 10. Mai 2019 im Rahmen der Vortragsreihen der Gesunden Gemeinde in Wolfpassing, Niederösterreich einen Vortrag zum Thema „Frauengesundheit für die Frau ab 40“ gehalten. In einem kleinen Rahmen von interessierten Frauen und einem Mann konnten viele häufige Themen wie hormonelle und körperliche Veränderungen der Frau, das Klimakterisches Syndrom, der Wechsel, Blutungsstörungen, Senkungsbeschwerden, Harnverlust, Brusterkrankungen sowie sexuelle Störungen besprochen werden. Es gab einen regen Austausch mit vielen Beiträgen und Fragen aus dem Publikum, was der Veranstaltung einen besonders intimen Charakter gab.

 

In ihrem interessanten und äußerst praktischen Vortrag im Rahmen der Gesunden Gemeinde informierte die Gynäkologin Dr. Monika Gadner über die körperlichen Veränderungen und ihre Auswirkungen und möglichen Beschwerden im Klimakterium. Dabei ging sie auf die Ursachen und Therapien bei Senkungsbeschwerden, Harninkontinenz sowie auf klassische Wechselbeschwerden ein.

Gynäkologin und Frauenärztin in Klosterneuburg Dr. Monika Gadne

Maßnahmen & Tipps für jede Frau

Dr. Gadner erklärte sowohl medikamentöse als auch für jede Frau anwendbare Maßnahmen wie Beckenbodengymnastik oder Krafttraining und gab auch unterstützende, den Lebensstil betreffende Tipps wie Schlafhygiene, Gewichtskontrolle, Stressreduktion oder ausreichende Bewegung. Abschließend wurden noch alle Fragen der rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörer umfassend beantwortet. Dr. Monika Gadner lieferte mit ihrem Vortrag einen sehr informativen Beitrag zur Frauengesundheit.

Vielen Dank dafür – über eine mögliche Fortsetzung würden wir uns freuen.

(Quelle: Amtsblatt – Information des Bürgermeisters der Gemeinde Zeiselmauer-Wolfpassing, 06.06.2019)

In der Pubertät gerät das Leben ziemlich aus den gewohnten Bahnen, alles wird auf den Kopf gestellt: Sexualhormone, Wachstumshormone, Veränderungen des Körpers, des Gehirns und des Gefühlslebens speien eine Rolle.

Bei der PIKÖ- Fachtagung am 14.4.2018 in Linz wurde dieses Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet; ExpertInnen aus Psychologie, Gynäkologie sowie Kinder-, und Jugendendokrinologie warfen einen gesamtheitlichen Blick auf dieses Thema.

Das PIKÖ-Team (Plattform für interdisziplinäre Kinder und Jugendgynäkologie Österreich) veranstaltet regelmäßig interessante Veranstaltungen und Fortbildung für Ärzte.

In meiner Ordination biete ich die Abklärung und Therapie von Blutungsunregelmässigkeiten bzw. Zyklusstörungen, Diagnose und Therapie von Hyperandrogenämie bzw. PCO und Hyperprolaktinämie, sowie Information und Beratung zu sicherer und individueller Verhütung bzw. Kontrazeption an.

Die Österreichisch Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe( ÖGGG) empfiehlt bezüglich der Prophylaxe der Neugeborenensepsis durch Streptokokken der Gruppe B (GBS) gemäß AWMF Leitlinien ein Sreening aller Schwangeren zwischen der 35.- und 37. SSW auf GBS sowie gegebenenfalls eine Antibiotikabehandlung der Mutter unter der Geburt.

Streptokokken der serologischen Gruppe B sind nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für schwere Infektionen des Neugeborenen. Alle Schwangeren sollen zwischen 35 + 0 und 37 + 0 SSW darauf untersucht werden. Durch eine Abstrich von Scheideneingang kann bereits zu diesem Zeitpunkt eine Aussage über den vermutlichen GBS-Kolonisierungsstatus am errechneten Geburtstermin gemacht werden.

In meiner Ordination biete ich die Durchführung des Abstriches an. Es handelt sich bei dem Untersuchungsverfahren nicht um einen Schnelltest, da dieser weinig sensibel ist, sondern um eine bakteriologische Kultur, die  im Labororatorium Dr. Kosak in 1090 Wien angelegt wird. Das Ergebnis kann nach spätestens 10 Tagen abgeholt und besprochen werden.

Die Leitlinie ist nachzulesen unter :

Zurzeit wird die Gebärmutterhalskrebsvorsorge in vielen Ländern neu gestaltet und die Testung auf Humane Papillomaviren (HPV) neu gestaltet.

Bislang war der PAP- Abstrich der Goldstandard in der Vorsorge zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen.

Seit Juli 2018 gibt es auch in Österreich neue Empfehlungen für die Gebärmutterhalskrebsvorsorge. Die österreichischen Leitlinien integrieren die Empfehlung für die HPV- Testung in das gültige Vorsorgeprogramm.

Das HPV Screening wird wie ein normaler Abstrich in meiner Ordination abgenommen und im Labor ausgewertet. Ich empfehle es ab dem 30. Lebensjahr für alle Frauen, auch für Frauen mit vorliegender HPV Impfung und ohne Altersobergrenze alle 3 Jahre durchzuführen.

Nachzulesen unter

Auf der österreichischen Jahrestagung für Gynäkologie und Geburtshilfe in Salzburg vom 30.5. bis 2.6.2018 wurde wiederum die Empfehlung des Clamydienscreenings für junge Frauen ausgesprochen. Die Infektion mit Clamydia trachomatis gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Sie läuft in den meisten Fällen zunächst asymptomatisch ab. 5% der unter 25 Jährigen Frauen waren bei in anderen EU Ländern durchgeführten Screeningtests positiv. Unerkannte Infektionen können zu akuten und chronischen Infektionen des inneren Genitalbereichs, zu Unfruchtbarkeit und zu Komplikationen um die Geburt führen.
Die Testung auf Clamydien ist in der Ordination möglich.
Nachzulesen unter:

Da Beckenbodenprobleme mit oder ohne Harnverlust ein sehr häufiger Grund für eine Konsultation in meiner Ordination sind, habe ich mich diesbezüglich bei aktuellen
physiotherapeutischen Ansätze umgesehen.

Es gibt für PhysiotherapeutInnen eine spezielle Ausbildung für Beckenbodenpalpation nach dem PERFect Schema, die meiner Meinung nach ideal für das richtige Erlernen der Beckenbodengymnastik geeignet ist. Das richtige Erlernen der willkürlichen Anspannung des Beckenbodens ist nicht nur für die Kontinenz, sondern auch für die Körperhaltung und das sexuelle Erleben von großer Wichtigkeit.

Unter der homepage der Physio Austria und der Inkontinenzgesellschaft findet man die aktuelle TherapeutInnenliste:

Vor kurzem erschien ein guter Artikel in der gynäkologischen Fachzeitschrift Jatros, der die Wichtigkeit der unwillkürlichen reflektorischen Beckenbodenkontraktionen bei hoher Belastung heraushebt. Somit wird zum Beispiel dosiertes Laufen oder Springen für das Training von Reaktiv-, und Schnellkraft des Beckenbodens empfohlen.

Nachzulesen unter:

Am 18. und 19. April war ich mit meiner Kollegin Dr. Camilla Wiesenthal beim internationalen IOTA Kongress in Leuven/Belgien.
Die IOTA (international Ovarian Tumor Analysis) ist eine internationale Forschergruppe, die eine Terminologie für Ultraschall Untersuchungen geschaffen hat, um Veränderungen an den Eierstöcken einheitlich zu beschreiben. So konnten in der Folge Daten gesammelt werden, die dieselbe Sprache sprechen. Das optimale Management von Cysten der Eierstöcke kann so – evidenzbasiert – immer öfter mit Ultraschallkontrollen alleine auskommen. Und wenn doch Operationen nötig sein sollten, können diese durch genaue Ultraschalluntersuchungen besser geplant werden.
Da asymptomatische Cysten einen der häufigsten Befunde in der gynäkologischen Praxis darstellen, ist es gut durch die neuesten Daten die Bestätigung zu haben, dass diese zum größten Teil gutartig sind und ein abwartendes kontrollierendes Vorgehen viele Komplikationen bei Operationen verhindern kann.

https://www.iotagroup.org/event/congress-2019