Fachbeiträge

In der Pubertät gerät das Leben ziemlich aus den gewohnten Bahnen, alles wird auf den Kopf gestellt: Sexualhormone, Wachstumshormone, Veränderungen des Körpers, des Gehirns und des Gefühlslebens speien eine Rolle.

Bei der PIKÖ- Fachtagung am 14.4.2018 in Linz wurde dieses Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet; ExpertInnen aus Psychologie, Gynäkologie sowie Kinder-, und Jugendendokrinologie warfen einen gesamtheitlichen Blick auf dieses Thema.

Das PIKÖ-Team (Plattform für interdisziplinäre Kinder und Jugendgynäkologie Österreich) veranstaltet regelmäßig interessante Veranstaltungen und Fortbildung für Ärzte.

In meiner Ordination biete ich die Abklärung und Therapie von Blutungsunregelmässigkeiten bzw. Zyklusstörungen, Diagnose und Therapie von Hyperandrogenämie bzw. PCO und Hyperprolaktinämie, sowie Information und Beratung zu sicherer und individueller Verhütung bzw. Kontrazeption an.

Die Österreichisch Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe( ÖGGG) empfiehlt bezüglich der Prophylaxe der Neugeborenensepsis durch Streptokokken der Gruppe B (GBS) gemäß AWMF Leitlinien ein Sreening aller Schwangeren zwischen der 35.- und 37. SSW auf GBS sowie gegebenenfalls eine Antibiotikabehandlung der Mutter unter der Geburt.

Streptokokken der serologischen Gruppe B sind nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für schwere Infektionen des Neugeborenen. Alle Schwangeren sollen zwischen 35 + 0 und 37 + 0 SSW darauf untersucht werden. Durch eine Abstrich von Scheideneingang kann bereits zu diesem Zeitpunkt eine Aussage über den vermutlichen GBS-Kolonisierungsstatus am errechneten Geburtstermin gemacht werden.

In meiner Ordination biete ich die Durchführung des Abstriches an. Es handelt sich bei dem Untersuchungsverfahren nicht um einen Schnelltest, da dieser weinig sensibel ist, sondern um eine bakteriologische Kultur, die  im Labororatorium Dr. Kosak in 1090 Wien angelegt wird. Das Ergebnis kann nach spätestens 10 Tagen abgeholt und besprochen werden.

Die Leitlinie ist nachzulesen unter :

Zurzeit wird die Gebärmutterhalskrebsvorsorge in vielen Ländern neu gestaltet und die Testung auf Humane Papillomaviren (HPV) neu gestaltet.

Bislang war der PAP- Abstrich der Goldstandard in der Vorsorge zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen.

Seit Juli 2018 gibt es auch in Österreich neue Empfehlungen für die Gebärmutterhalskrebsvorsorge. Die österreichischen Leitlinien integrieren die Empfehlung für die HPV- Testung in das gültige Vorsorgeprogramm.

Das HPV Screening wird wie ein normaler Abstrich in meiner Ordination abgenommen und im Labor ausgewertet. Ich empfehle es ab dem 30. Lebensjahr für alle Frauen, auch für Frauen mit vorliegender HPV Impfung und ohne Altersobergrenze alle 3 Jahre durchzuführen.

Nachzulesen unter

Auf der österreichischen Jahrestagung für Gynäkologie und Geburtshilfe in Salzburg vom 30.5. bis 2.6.2018 wurde wiederum die Empfehlung des Clamydienscreenings für junge Frauen ausgesprochen. Die Infektion mit Clamydia trachomatis gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Sie läuft in den meisten Fällen zunächst asymptomatisch ab. 5% der unter 25 Jährigen Frauen waren bei in anderen EU Ländern durchgeführten Screeningtests positiv. Unerkannte Infektionen können zu akuten und chronischen Infektionen des inneren Genitalbereichs, zu Unfruchtbarkeit und zu Komplikationen um die Geburt führen.
Die Testung auf Clamydien ist in der Ordination möglich.
Nachzulesen unter:

Da Beckenbodenprobleme mit oder ohne Harnverlust ein sehr häufiger Grund für eine Konsultation in meiner Ordination sind, habe ich mich diesbezüglich bei aktuellen
physiotherapeutischen Ansätze umgesehen.

Es gibt für PhysiotherapeutInnen eine spezielle Ausbildung für Beckenbodenpalpation nach dem PERFect Schema, die meiner Meinung nach ideal für das richtige Erlernen der Beckenbodengymnastik geeignet ist. Das richtige Erlernen der willkürlichen Anspannung des Beckenbodens ist nicht nur für die Kontinenz, sondern auch für die Körperhaltung und das sexuelle Erleben von großer Wichtigkeit.

Unter der homepage der Physio Austria und der Inkontinenzgesellschaft findet man die aktuelle TherapeutInnenliste:

Vor kurzem erschien ein guter Artikel in der gynäkologischen Fachzeitschrift Jatros, der die Wichtigkeit der unwillkürlichen reflektorischen Beckenbodenkontraktionen bei hoher Belastung heraushebt. Somit wird zum Beispiel dosiertes Laufen oder Springen für das Training von Reaktiv-, und Schnellkraft des Beckenbodens empfohlen.

Nachzulesen unter:

Am 18. und 19. April war ich mit meiner Kollegin Dr. Camilla Wiesenthal beim internationalen IOTA Kongress in Leuven/Belgien.
Die IOTA (international Ovarian Tumor Analysis) ist eine internationale Forschergruppe, die eine Terminologie für Ultraschall Untersuchungen geschaffen hat, um Veränderungen an den Eierstöcken einheitlich zu beschreiben. So konnten in der Folge Daten gesammelt werden, die dieselbe Sprache sprechen. Das optimale Management von Cysten der Eierstöcke kann so – evidenzbasiert – immer öfter mit Ultraschallkontrollen alleine auskommen. Und wenn doch Operationen nötig sein sollten, können diese durch genaue Ultraschalluntersuchungen besser geplant werden.
Da asymptomatische Cysten einen der häufigsten Befunde in der gynäkologischen Praxis darstellen, ist es gut durch die neuesten Daten die Bestätigung zu haben, dass diese zum größten Teil gutartig sind und ein abwartendes kontrollierendes Vorgehen viele Komplikationen bei Operationen verhindern kann.

https://www.iotagroup.org/event/congress-2019